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Hemp Sleep

Schlaf im Wandel der Zeit: Warum uns das Mittagessen nachts wachhalten kann

ASLAN Redaktion · 2 Minuten Lesezeit · Aktualisiert Januar 2026
Schlaf im Wandel der Zeit: Warum uns das Mittagessen nachts wachhalten kann Schlaf im Wandel der Zeit: Warum uns das Mittagessen nachts wachhalten kann

Wie viel Schlaf wir brauchen, ist vor allem eine Frage des Geburtsdatums. Während Kinder wahre Schlafmonster sind, pendelt sich das Bedürfnis ab 40 oft bei etwa sieben Stunden ein. Senioren kommen nachts meist mit noch weniger aus – was jedoch oft an einem unruhigeren Schlaf liegt. Die Folge: Der Körper holt sich die Erholung tagsüber zurück.

Das "Suppenkoma": Biologie statt Faulheit

Nach dem Mittagessen schlägt die sogenannte postprandiale Müdigkeit zu. Das ist kein Zufall, sondern ein Zusammenspiel zweier cleverer Mechanismen:

  1. Entspannungs-Modus: Die Nährstoffe im Magen aktivieren den Parasympathikus. Dieser Teil des Nervensystems ist quasi der „Wellness-Beauftragte“ unseres Körpers und schaltet auf Ruhe und Verdauung.

  2. Die Hormon-Falle: Um den Blutzucker zu verarbeiten, schüttet der Körper Insulin aus. Das hat einen spannenden Nebeneffekt: Die Aminosäure Tryptophan gelangt vermehrt ins Gehirn und wird dort direkt in das Schlafhormon Melatonin umgewandelt. Das Gehirn bekommt das Signal „Es ist Nacht“, obwohl draußen die Sonne scheint.

Der Teufelskreis des Mittagsschlafs

Wer diesem Drang nachgibt und mittags tief schlummert, zahlt abends die Rechnung. Der Schlafdruck sinkt, das Einschlafen fällt schwerer und die Nachtruhe wird noch zerstückelter – ein klassischer Teufelskreis beginnt.

E-Reader vs. Buch: Die Lichtfalle im Bett

Wer dann schlaflos zum Buch greift, macht alles richtig: Ein indirekt beleuchtetes Papierbuch reflektiert gerade einmal 1 Lux – das lässt den Melatoninspiegel völlig kalt.

Ganz anders sieht es beim E-Reader oder Tablet aus: Da man direkt in die Lichtquelle schaut, wird die Melatoninproduktion massiv ausgebremst. Studien belegen, dass das künstliche Licht die Ausschüttung des Schlafhormons in der Einschlafphase um bis zu 50 % reduziert.

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